Nr. 69 - 4. November 2003

   

Brave Junx

Nun geht heute der 1. Olympia-Lehrgang schon zu Ende, ohne dass ich Ihnen bisher den großen Kracher eines der üblichen Missgeschicke unseres Justus oder eine gewohnte Sottise aus dem Hause Crone/Eimer geliefert habe. Justus ist inzwischen die Umsicht selbst und auch Hupe wird zunehmend gesetzter. Aber wie finden Sie den? Bernhard Peters bereitet eine PC-Präsentation der Saisonplanung vor, sein Bildschirmschoner wird an die Wand gebeamt. Bisher immer das Jubelfoto der Junx direkt nach dem WM-Finale in Kuala Lumpur. Und dieses Mal: Hanna, die ältere Zwillingstochter (beide feiern morgen Ihren 2. Geburtstag. Sie erinnern sich, Peters hatte den Geburtstag auf den Ruhetag der ChampionsTrophy 2001 in Rotterdam legen lassen). Die Junx zu diesem Schoner-Wechsel: „Ach, jetzt sind dir deine persönlichen Erfolge offenbar wichtiger als die gemeinsamen.“ Aber sonst gab es hier nur brave Junx, die alles, was Ihnen hier an Ausdauer- und Krafttraining, an Schnelligkeitsübungen und –tests vorgesetzt wurde, bereitwillig mitmachen. Es ist ein gemeinsames Ziel und eine Verantwortung auch gegenüber den Mitspielern, selbst alles nur mögliche zu tun, um optimal vorbereitet nach Athen zu gehen. Gestern war Athetik-Steuerer Stefan Mücke da. Nach seinen Trainingsangeboten wollten sie unbedingt „Fußballers Lieblingstraining“ 5:2 mit ihm spielen. Es ging nicht so gut aus, auch wenn sie sich auch im Fußball mit ihrem Können nicht verstecken müssten. Oli Hentschel erwischte in bester Profi-Manier beim Sprungduell mit dem Ellenbogen den begnadeten Fußballer Niklas Emmerling (eine Augenweide, ihn am Ball zu sehen) mit einem Augenbrauen-Cut. Aber die neue Naht macht ihn jetzt erst richtig männlich. Bernhard Peters und Werner Wiedersich hatten hier aber auch ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Am Freitag Besuch des Hallenhandball-Länderspiels Deutschland – Russland. Da wir nur 30 VIP-Freikarten hatten, mussten wir den Rest dazu kaufen. Es gab nur noch Hinter-Tor-Plätze. Wir mussten losen. Unter großem Hallo verfolgten alle, wer denn die im wahrsten Sinne Ar...-Karte gezogen hatte. Leider sehr einseitig das Spiel, da die Russen scheinbar keinen Bock hatten und ihr Torwart nur auf der Flucht vor den Schüssen der deutschen Angreifer. Am Sonntag Besuch einer eindrucksvollen Ausstellung über den Mount Everest in einem alten Gasometer. Ein Berliner Architekt, Assisi, hat ein 360 °-Panorama in 40 m Höhe in diesem Gasometer fototechnische erstellt, das den Besucher in das Sichtfeld eines Zwischenlagers einer Everest-Expedition in 6400 m Höhe versetzt. Mit der gleichzeitigen Zeitraffer-Simulation eines Tages und der entsprechenden Lichtverhältnisse. Gigantisch und wir darin ganz klein. Einfach schön, sehenswert. Wenn Sie hier in die Gegend kommen, unbedingt wahrnehmen. Gestern Abend wieder etwas anderes. Turnen mit Klaus Köste. Der Goldmedaillen-Gewinner von 1972 in Pferdsprung, Klaus Köste, ist hier in Leipzig noch immer in vielen Funktionen tätig (Teilnehmer des Mädchenhockey-Festivals 1995 in Leipzig erinnern sich vielleicht noch an das Show-Programm der von ihm zusammengestellten Turngruppe). Gestern führte er die Junx in der Turnwerkstatt des perfekt hergerichteten Leipziger Sport-Gymnasiums (700 Sportschüler finden hier beste Bedingungen Sport und Schule zu vereinbaren, ein Internat ist angegliedert) ins Turnen ein. Die Junx machten sofort alles mit und nutzten begeistert die Anlagen. Vor allem das Trampolin (Meisterturner Timo Weß, aber auch Justus Scharowsky bewies seine Grundausbildung im Turnverein Schwabach) und die Sprunggruben, 1,60 m tief mit Schaustoffteilen gefüllt, waren besonderer Anziehungspunkt. Das tolle an solchen Besuchen, gleich ob bei Sportangeboten, öffentlichen Veranstaltungen, Firmenbesuchen, die Junx sehen nichts als lästige Pflicht an, der man sich mehr widerwillig stellen muss. Sondern sie machen immer das Beste daraus, machen mit, nehmen Anteil, sind perfekte Gäste. Mit ihnen kann man sich, wo auch immer auf der Welt, und bei welcher Gelegenheit auch immer, einfach sehen lassen. Brave Junx halt

PS

Die Bäderabteilung (Neuking/Papenfuß)legt Wert auf die Berichterstattung, dass sie das Turnier im Fußballtennis, hier unter professionellen Bedingungen in der Kunstrasen-Halle mit "echtem" Tennisnetz, klar gegen die Mannschaft West und das Team Stuttgart gewonnen hat.

PPS

...und im Übrigen bin ich der Meinung, dass 90 Sekunden Berichterstattung über diesen Lehrgang im mdr zwar lobens- und dankenswert sind, aber nicht die hier regelmäßig gewünschte mediale Beachtung der einzigen Mannschaft Deutschlands darstellt, die amtierender Welt- und Europameister im Hallen- und Feldhockey ist.


Bleiben Sie uns verbunden –

HockeyHerzlichst

  Foto: Dieter Reinhardt (info@direvi.de)

Björn Michel und Christoph Bechmann 1999 beim Gewinn des Europameister-Titels


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30.10.-4.11.2003
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Foto: Dieter Reinhardt (info@direvi.de)

Clemens Arnold, Björn Emmerling und Philip Crone mit der Hallen-EM-Trophäe


Foto: Herbert Bohlscheid (www.sportfoto.tv)

Jamilon Mülders war nach dem Gewinn des WM-Titels Ziel mancher Autogramm-jäger


Foto: Dieter Reinhardt (info@direvi.de)

Mannschaftsarzt Dr. Andreas Neuking mit Oliver Domke bei der WM 2002 in Kuala Lumpur


Foto: Dieter Reinhardt (info@direvi.de)

Dr. Michael Green mit seiner Mutter bei der WM 2002 in Kuala Lumpur


Foto: Dieter Reinhardt (info@direvi.de)

WM 2002 in Kuala Lumpur - Philip Crone mit Fans und heißgeliebter Schokolade



Fotos
Dieter Reinhardt
  » info@direvi.de
H.Bohlscheid
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