WM-Rückblick / DHZ (Nr. 6/2002)

Sieben Mal hieß es: Endstation Halbfinale


Neun Turniere um den Weltpokal gab es bislang bei den Herren. Die WM-Geschichte ist aus deutscher Sicht vor allem eine Ansammlung verlorener Entscheidungsspiele. Ein Rückblick.

Die Premiere der Herren-Weltmeisterschaft datiert auf den Oktober 1971, obwohl es einen Weltverband, die Federation Internationale de Hockey (FIH), zu diesem Zeitpunkt fast schon ein halbes Jahrhundert lang gab (Gründung 1924) und auch olymische Hockeyturniere gar schon seit 1908 existierten.
Anfangs wurden die WM-Turniere im Zwei-Jahres-Turnus ausgetragen (1971, 73, 75), dann kam den FIH-Oberen die Einsicht, dass im Wechsel mit den olympischen Hockeyturnieren ein vernünftiger Rhythmus gefunden werden musste. Über 1978, 1981/82 und schließlich 1986 wurde der Weg in die Vier-Jahres-Schritte gefunden.
Der Deutsche Hockey-Bund wirkte mit seinen Herren-Teams bei allen neun Weltmeisterschaften stets weit vorne mit, aber der ganz große Wurf - wie er den deutschen Damen 1976 und 1981 mit dem WM-Titel glückte - wollte nie gelingen: Ein verlorenes Endspiel (1982), sieben verlorene Halbfinals und eine knapp verpasste Vorschlussrunde (1971) stehen auf männlicher Seite zu Buche.
Für Auswahlmannschaften der DDR kam die WM schlicht und ergreifend zu spät: Drei Jahre vor der WM-Premiere hatte die magere Olympiaplatzierung (Elfter) von Mexiko '68 die DDR-Hockeyspieler bei ihrer politischen Führung in Ungnade und aus der weiteren Förderung fallen lassen.

Nachfolgend die neun Herren-WM-Turniere im Zeitraffer.

1971 Barcelona
Die spanische Stadt sprang kurzfristig fur den eigentlich vorgesehenen Ausrichter Lahore ein. Pakistan brauchte den Heimvorteil aber gar nicht, auch in der europäischen Fremde gewann der amtierende Olympiasieger die WM-Premiere. Die deutsche Mannschaft von Sportwart Werner Delmes (einen hauptamtlichen Bundestrainer hatte der DHB zu dieser Zeit noch nicht) scheiterte in einem notwendig gewordenen Entscheidungsspiel um den Halbfinaleinzug an Kenia. Der Europameister musste schließlich mit Platz 5 vorlieb nehmen, die bis heute schwächste deutsche WM-Platzierung.
Deutsche Spiele: Vorrunde: Argentinien 5:1, Frankreich 4:0, Kenia 0:3, Indien 0:1; Entscheidungsspiel um die Halbfinalteilnahme: Kenia 1:2; Platzierungsspiele: Australien 1:0, Niederlande 1:0. Halbfinale: Pakistan - Indien 2:1, Spanien - Kenia 1:0 n. V. Um Platz 3: Indien - Kenia 2:1 n. V. Finale: Pakistan - Spanien 1:0. Platzierungen: 1. Pakistan, 2. Spanien, 3. Indien, 4. Kenia, 5. Deutschland, 6. Niederlande, 7. Frankreich, 8. Australien, 9. Japan, 10. Argentinien.
Deutsche Mannschaft: Wolfgang Rott, Peter Kraus, Carsten Keller, Fritz Schmidt, Michael Peter, Dirk Michel, Fredy Josten, Horst Dröse, Dieter Freise, Eckart Suhl, Uli Vos, Detlef Kittstein, Winfried Maier, Wolfgang Baumgart, Paul Lissek, Werner Kaessmann. Trainer: Werner Delmes.

1973 Amstelveen
Dramatik pur im holländischen Hockey-Mekka vor den Toren Amsterdams. Deutschland traf nach souveräner Vorrunde im Halbfinale auf Gastgeber Niederlande. Selbst nach fünf (!) Verlängerungen mit einer Gesamtspielzeit von 107,5 Minuten war kein Tor gefallen. Im Siebenmeterschießen behielten die Oranjes die Oberhand, und das gleiche Spektakel wiederholte sich für die hollandischen Dauerläufer auch im Finale gegen Indien. Fur die als Olympiasieger des Vorjahres angetretene DHB-Truppe blieb als Trost eine Bronzemedaille.
Deutsche Spiele: Vorrunde: Neuseeland 2:1, Indien 0:0, Spanien 1:0, Kenia 2:1, Japan 1:0. Halbfinale: Deutschland - Niederlande 0:0 n. V., 7m 2:4, Pakistan - Indien 0:1. Um Platz 3: Deutschland - Pakistan 1:0. Finale: Niederlande - Indien 2:2 n. V., 7m 4:2.
Platzierungen: 1. Niederlande, 2. Indien, 3. Deutschland, 4. Pakistan, 5. Spanien, 6. England, 7. Neuseeland, 8. Belgien, 9. Argentinien, 10. Japan, 11. Malaysia, 12. Kenia.
Deutsche Mannschaft: Wolfgang Rott, Klaus Ludwiczak, Wolfgang Baumgart, Wolfgang Beck, Horst Drose, Werner Kaessmann, Detlev Kittstein, Michael Krause, Paul Lissek, Michael Peter, Fritz Schmidt, Rainer Seifert, Wolfgang Strödter, Peter Trump, Uli Vos, Gunter Stoltenberg. Trainer: Hugo Budinger.

1975 Kuala Lumpur
In neue Dimensionen stieß Hockey mit seiner dritten WM vor. In der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur strömten Massen - an Zuschauern ins Stadion, aber auch an Wasser vom Himmel. Der tägliche Monsunregen störte den Turnierablauf gewaltig. Gleich reihenweise mussten WM-Spiele unter- und gar abgebrochen werden, weil der Naturrasen mit den heftigen Regenfällen nicht fertig wurde. An den zwei WM-Wochen wurden über 500 000 Besucher gezählt. Das lag wohl auch daran, dass Gastgeber Malaysia einen ungeahnten sportlichen Höhenflug nahm und ins Halbfinale einzog. Das dramatische 2:3 nach Verlängerung gegen Indien sahen knapp 50 000 Zuschauer im Merdeka-Stadion, einer riesigen Fußballarena. Indien gewann auch das Endspiel, wobei der 2:1-Siegtreffer gegen Pakistan in Wirklichkeit nur ein Pfostenschuss war - wie die allermeisten Augenzeugen die entscheidende Szene sahen. Für Deutschland, einzige europäische Mannschaft im Halbfinale, gab es wieder Bronze, aber diesmal nach einer dicken 1:5-Klatsche in der Vorschlussrunde gegen Pakistan.
Deutsche Spiele: Vorrunde: Argentinien 4:2, Ghana 3:2, Australien 2:2, England 3:0, Indien 1:3. Halbfinale: Deutschland - Pakistan 1:5, Indien - Malaysia 3:2 n. V.. Um Platz 3: Deutschland - Malaysia 4:0. Finale: Indien - Pakistan 2:1.
Platzierungen: 1. Indien, 2. Pakistan, 3. Deutschland, 4. Malaysia, 5. Australien, 6. England, 7. Neuseeland, 8. Spanien, 9. Niederlande, 10. Polen, 11. Argentinien, 12. Ghana.
Deutsche Mannschaft: Wolfgang Rott, Klaus Ludwiczak, Michael Peter, Dieter Freise, Michael Krause, Wolfgang Strödter, Horst Drose, Fritz Schmidt, Ralf Lauruschkat, Paul Lissek, Uli Vos, Werner Kaessmann, Udo Quilitz, Peter Trump, Gerd Bachmann, Rainer Seifert. Trainer: Klaus Kleiter.

1978 Buenos Aires
Die Wiedergutmachung fur die olympische Pleite von Montreal '76 (Platz 5) im Sinn, legte die deutsche Mannschaft in der argentinischen Hauptstadt machtig los. In den ersten vier Vorrundenspielen schoss die Mannschaft von Bundestrainer Klaus Kleiter auf Naturrasen 23 Tore, darunter fiel auch der kaum fassbare 7:0-Rekordsieg über den amtierenden Weltmeister Indien. Damit hatten die Deutschen jedoch ihr Pulver verschossen. Unglücklich nach Verlängerung wurde das Halbfinale gegen Pakistan verloren, anschließend auch das Bronzemedaillenspiel gegen Australien. Der Titel ging zum zweiten Mal an Pakistan.
Deutsche Spiele: Vorrunde: Kanada 4:3, Polen 9:4, Belgien 3:3, Indien 7:0, England 0:0, Australien 2:3. Halbfinale: Deutschland - Pakistan 0:1 n. V., Niederlande - Australien 3:2. Um Platz 3: Australien - Deutschland 4:3. Finale: Pakistan - Niederlande 3:2.
Platzierungen: 1. Pakistan, 2. Niederlande, 3. Australien, 4. Deutschland, 5. Spanien, 6. Indien, 7. England, 8. Argentinien, 9. Polen, 10. Malaysia, 11. Kanada, 12. Irland, 13. Italien, 14. Belgien.
Deutsche Mannschaft: Klaus Ludwiczak, Franz Schweisz, Michael Peter, Wolfgang Strodter, Gerd Bachmann, Reinhart Lange, Hans Montag, Ralf Lauruschkat, Peter Caninenberg, Ulrich Krause, Werner Kaessmann, Peter Trump, Heiner Dopp, Udo Quilitz, Volker Vestewig, Rainer Seifert. Trainer: Klaus Kleiter.

1981/82 Bombay
Eine absolut ungewohnliche Terminierung hatte das funfte WM-Turnier im indischen Bombay. Es begann im alten und endete im neuen Jahr. Und es war die letzte Hockey-Gro?veranstaltung auf Naturrasen, nachdem bereits die olympischen Turniere 1976 und 1980 auf den damals neu entwikkelten Kunstrasen-Platzen stattgefunden hatten. Deutschland erreichte in Bombay wieder das Halbfinale und traf dort auf Australien. Die Kleiter-Truppe bot dem uberlegenen Favoriten Paroli und zwang Australien nach 100 Minuten und 3:3 ins Siebenmeterschie?en, wo den Aussies schlie?lich die Nerven versagten: Gleich funf Balle wurden zur Beute von Torwart Bassemir, der Deutschland erstmals in ein WM-Finale fuhrte. Hier schoss Heiner Dopp vor 40 000 Zuschauern schon nach funf Minuten das 1:0, aber Titelverteidiger Pakistan war insgesamt die starkere Mannschaft und gewann am Ende verdient mit 3:1.
Deutsche Spiele: Vorrunde: Polen 5:3, Neuseeland 2:1, Argentinien 2:0, Pakistan 3:5, Spanien 1:1. Halbfinale: Deutschland - Australien 3:3 n. V., 7m 8:5, Pakistan - Niederlande 4:2. Um Platz 3: Australien - Niederlande 4:2. Finale: Pakistan - Deutschland 3:1.
Platzierungen: 1. Pakistan, 2. Deutschland, 3. Australien, 4. Niederlande, 5. Indien, 6. UdSSR, 7. Neuseeland, 8. Polen, 9. England, 10. Malaysia, 11. Spanien, 12. Argentinien.
Deutsche Mannschaft: Christian Bassemir, Tobias Frank, Ulrich Hanel, Michael Peter, Gerd Bachmann, Reinhart Lange, Ekkhard Schmidt, Stefan Blocher, Peter Caninenberg, Hans Montag, Volker Fried, Thomas Gunst, Alfred Segner, Andreas Wistuba, Heiner Dopp, Carsten Fischer. Trainer: Klaus Kleiter.

1986 London
Unglaubliches spielte sich im Londoner Vorort Willesden ab: Die Hokkey-Großmächte Indien und Pakistan mussten für vorangegangene verbandsinterne Querelen bitter bezahlen und gingen in der europäischen Oktoberkälte ein wie die Primeln: Am Ende spielten beide gar um den letzten Platz gegeneinander. Auch die Holländer stürzten mit Rang sieben ziemlich ab. Stabil dagegen die Deutschen, die mit dem Selbstvertrauen des ersten Gewinnes der Champions Trophy angetreten waren und wieder ins Halbfinale gelangten. Der Sieg über Gastgeber England schien bei einer 2:1-Führung eine Minute vor Schluss wegen der klaren Überlegenheit verdient, doch man handelte sich noch den Ausgleich und in der Verlängerung eine ärgerliche 2:3-Niederlage ein. Weltmeister wurde erstmals Australien. Die Truppe um Spielmacher Ric Charlesworth war nach vielen gescheiterten Titelanlaufen bei WM und Olympia einfach mal dran.
Deutsche Spiele: Vorrunde: Spanien 0:0, Australien 2:2, Polen 3:0, Kanada 2:0, Indien 2:2. Halbfinale: Deutschland - England 2:3 n. V., Australien - UdSSR 5:0. Um Platz 3: Deutschland - UdSSR 3:2 n. V. Finale: Australien - England 2:1.
Platzierungen: 1. Australien, 2. England, 3. Deutschland, 4. UdSSR, 5. Spanien, 6. Argentinien, 7. Niederlande, 8. Polen, 9. Neuseeland, 10. Kanada, 11. Pakistan, 12. Indien.
Deutsche Mannschaft: Tobias Frank, Christian Schliemann, Carsten Fischer, Ulrich Hanel, Volker Fried, Dirk Brinkmann, Thomas Gunst, Andreas Keller, Ekkhard Schmidt-Opper, Joachim Hurter, Markku Slawyk, Thomas Reck, Stefan Blocher, Heiner Dopp, Michael Metz, Michael Hilgers. Trainer: Klaus Kleiter.

1990 Lahore
Da reichte selbst die Kapazitat des kolossalen Nationalstadions von Lahore nicht aus. 50 000 Zuschauer passen normalerweise in den Betonklotz, doch beim Finale der siebten WM wollte zumindest die doppelte Menge an Zuschauern live dabei sein. Schließlich wurden 67 000 Menschen in das Stadion gepfercht, und die große Mehrzahl der pakistanischen Fans verstummte alsbald. Gastgeber Pakistan wurde das Opfer des eiskalten holländischen Strafeckenkanoniers Floris-Jan Bovelander, der die Niederlande mit 3:1 zum zweiten WM-Titel führte. Bovelanders Abgebrühtheit hatte im Halbfinale schon zum deutschen Knockout geführt. Die 2:3-Niederlage nach Verlangerung war eine ganz schlimme für das wie wild anrennende DHB-Team. Bittere Tränen flossen, einmal mehr hatte man nach toller Vorrunde (makellose fünf Siege) in der entscheidenden Turnierphase nicht die optimale Leistung gebracht. Das Scheitern von Lahore läutete ein halbes Jahr später die von den Spielern erzwungene Ablösung des 16 Jahre im Amt befindlichen Bundestrainers Klaus Kleiter ein.
Deutsche Spiele: Vorrunde: Kanada 4:1, Spanien 2:0, Irland 4:0, England 2:1, Pakistan 1:0. Halbfinale: Deutschland - Niederlande 2:3 n. V., Australien - Pakistan 1:2. Um Platz 3: Australien - Deutschland 2:1. Finale: Niederlande - Pakistan 3:1.
Platzierungen: 1. Niederlande, 2. Pakistan, 3. Australien, 4. Deutschland, 5. England, 6. UdSSR, 7. Frankreich, 8. Spanien, 9. Argentinien, 10. Indien, 11. Kanada, 12. Irland.
Deutsche Mannschaft: Christian Schliemann, Alex Breuer, Carsten Fischer, Andreas Mollandin, Michael Metz, Volker Fried, Uli Mayer, Christian Blunck, Ekkhard Schmidt-Opper, Frederick Ness, Andreas Keller, Thomas Brinkmann, Stefan Blocher, Thomas Reck, Stefan Saliger, Michael Hilgers. Trainer: Klaus Kleiter.

1994 Sydney
Kleiter-Nachfolger Paul Lissek hatte nach seiner Amtsübernahme gleich die lang ersehnten Titel eingefahren: EM 1991 und vor allem das Olympiagold 1992. Doch danach kam der große personelle Schnitt. Und mit nur noch sieben Akteuren der Olympiasiegertruppe reiste Deutschland zur achten WM nach Sydney. Die relative Unerfahrenheit merkte man dem Team an, das wackelig, aber immerhin dann doch wieder das Halbfinale erreichte. Schade, dass die beste deutsche Turnierleistung nicht zum Sieg uber Pakistan reichte. Im Siebenmeterschießen endeten die Finaltraume. Und der Bundestrainer verbluffte mit der Disziplinarmaßnahme, seinen Kapitan Blunck im Spiel um die Bronzemdaille zunächst auf der Bank zu lassen, weil die gesamte Mannschaft nach dem Halbfinal-Aus gegen ein vom Trainer ausgesprochenes Alkoholverbot verstoßen hatte. In der Final-Neuauflage von 1990 revanchierte sich Pakistan (mit dem hollandischen WM-Trainer von Lahore, Hans Jorritsma, als heimlichem Chefcoach) gegen die Niederlande.
Deutsche Spiele: Vorrunde: Südafrika 1:1, Belgien 6:0, Niederlande 0:0, Indien 2:1, Südkorea 1:1. Halbfinale: Deutschland - Pakistan 1:1 n. V., 7m 3:5, Niederlande - Australien 3:1. Um Platz 3: Australien - Deutschland 5:2. Finale: Pakistan - Niederlande 1:1 n. V., 7m 4:3.
Platzierungen: 1. Pakistan, 2. Niederlande, 3. Australien, 4. Deutschland, 5. Indien, 6. England, 7. Argentinien, 8. Südkorea, 9. Spanien, 10. Südafrika, 11. Belgien, 12. Weissrussland.
Deutsche Mannschaft: Christopher Reitz, Andreas Arntzen, Frederick Ness, Jan-Peter Tewes, Christian Stengler, Bjorn Michel, Klaus Michler, Christian Blunck, Michael Green, Christian Mayerhöfer, Uli Moissl, Sven Meinhardt, Michael Waldhauser, Andreas Becker, Patrick Bellenbaum, Christoph Bechmann. Trainer: Paul Lissek.

1998 Utrecht
Wer sollte diese Deutschen vom Titelgewinn abhalten? Das dachten sich viele Beobachter am Ende der Vorrunde der neunten WM. Vor allem der sensationell anmutende 5:1-Sieg über Gastgeber und Olympiasieger Niederlande machte die Lissek-Truppe zum Topfavoriten. Umso kräftiger der Absturz im Halbfinale, als die siegesgewissen Deutschen den ausgebufften Spaniern auf den Leim gingen und von den spanischen Stars Escarre und Arnau klassisch ausgekontert wurden. Fast waren die Spanier im Finale mit gleicher Taktik zum Triumph gekommen, als sie zwölf Minuten vor Schluss mit 2:0 führen. Doch die Oranjes bogen in einem famosen Schlusspurt das Ding noch um und verwandelten das umgebaute Fußballstadion von Utrecht in ein orangenes Jubelmeer. Dreifacher Trost fur Deutschland: Am Ende gab es die insgesamt vierte Bronzemedaille, den Fair-Play-Pokal und die Wahl von Mittelstürmer Oliver Domke zum besten WM-Spieler.
Deutsche Spiele: Vorrunde: Indien 4:1, Neuseeland 3:0, Niederlande 5:1, Kanada 4:4, Sudkorea 2:1. Halbfinale: Deutschland - Spanien 0:3, Australien - Niederlande 2:6. Um Platz 3: Deutschland - Australien 1:0. Finale: Niederlande - Spanien 3:2 n. V.
Platzierungen: 1. Niederlande, 2. Spanien, 3. Deutschland, 4. Australien, 5. Pakistan, 6. England, 7. Südkorea, 8. Kanada, 9. Indien, 10. Neuseeland, 11. Malaysia, 12. Polen.
Deutsche Mannschaft: Christopher Reitz, Nils Kowalczek, Jan-Peter Tewes, Philipp Crone, Klaus Michler, Martin Eimer, Michael Green, Christoph Eimer, Christian Mayerhöfer, Patrick Bellenbaum, Bjorn Michel, Christian Blunck, Oliver Domke, Christoph Bechmann, Sascha Reinelt, Michael Waldhauser. Trainer: Paul Lissek.

 

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